Wann kauft man einen Adventskranz? Der richtige Zeitpunkt für eine entspannte Adventszeit
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Eigentlich beginnt die Adventszeit erst Ende November oder Anfang Dezember – in meiner Werkstatt beginnt sie allerdings schon viel früher. Die ersten Adventskränze verkaufe ich häufig bereits im September, und von Woche zu Woche nimmt die Nachfrage dann zu, bis es irgendwann heißt: Weihnachten steht tatsächlich vor der Tür. Genau dann bekomme ich regelmäßig die Frage: Wann sollte ich meinen Adventskranz eigentlich bestellen? Meine Antwort darauf ist ziemlich eindeutig: Lieber ein bisschen zu früh als eine Woche zu spät. Gerade bei einem handgefertigten Adventskranz hat frühes Bestellen einige Vorteile. Die Auswahl an Materialien ist größer, besondere Wünsche lassen sich leichter umsetzen und vor allem beginnt die Adventszeit anschließend ohne diesen typischen „Hoffentlich kommt er noch rechtzeitig“-Stress.
Wann sollte ich meinen Adventskranz bestellen?
Wer bei mir einen fertigen Adventskranz bestellen möchte, kann das problemlos bereits im Oktober tun. Auch im November ist natürlich noch Zeit, solange die Bestellung nicht unmittelbar vor dem ersten Advent erfolgt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bestellt seinen Adventskranz meiner Meinung nach ungefähr vier Wochen vor dem ersten Advent. Das klingt vielleicht sehr früh, hat bei meinen künstlichen Adventskränzen aber einen großen Vorteil: Es gibt keinen Grund, bis zum letzten Moment zu warten. Das Grün trocknet nicht ein und beginnt auch nicht zu nadeln. Der Kranz kann also ganz entspannt zu Hause ankommen, ausgepackt werden und auf seinen Einsatz warten.
Natürlich versuche ich auch kurzfristige Bestellungen möglich zu machen. Trotzdem brauche ich für meine handgefertigten Adventskränze in der Regel einige Werktage für die Herstellung und anschließend kommt noch die Versandzeit dazu. Deshalb ist eine Bestellung nur wenige Tage vor dem ersten Advent einfach sehr knapp. Hinzu kommt, dass zu diesem Zeitpunkt bestimmte Materialien bereits ausverkauft sein können. Wenn eine bestimmte Kugel, ein Wichtel oder eine spezielle Dekoration nicht mehr verfügbar ist, ersetze ich sie nach Möglichkeit liebevoll durch ein passendes alternatives Material. Der Charakter des Kranzes soll natürlich erhalten bleiben. Aber wer ganz bestimmte Vorstellungen hat, sollte lieber früh bestellen. Je früher ihr bestellt, desto größer ist schlicht und einfach die Auswahl.
Maßanfertigungen bitte frühzeitig planen
Noch wichtiger ist eine rechtzeitige Bestellung, wenn ihr euch eine komplette Maßanfertigung wünscht. Kleine Änderungen kann ich bei vielen meiner Modelle problemlos umsetzen. Wenn ihr beispielsweise sagt: „Sarah, bitte ohne Sterne, ich hätte lieber Schneeflocken“ oder „Ich möchte keinen Wichtel“, lässt sich so etwas häufig ganz unkompliziert austauschen. Auch Wunschfarben und verschiedene Größen sind bei meinen Adventskränzen in der Regel möglich.
Wenn dagegen ein Kranz von Grund auf komplett neu entwickelt werden soll, wird es während meiner Hauptsaison schwierig. Meine arbeitsintensive Zeit beginnt bereits im September. Danach kommt Allerheiligen mit sehr vielen Grabgestecken und direkt anschließend läuft die Weihnachtsproduktion auf Hochtouren. Deshalb gilt für eine richtige Musterentwicklung oder eine komplett neue Gestaltung: Je früher ihr mich ansprecht, desto besser. Ideal ist dafür tatsächlich die Nebensaison oder sogar schon der Sommer.
Warum Allerheiligen meine Adventsproduktion beeinflusst
Vielleicht ist das für Kundinnen gar nicht so offensichtlich. Ich fertige sowohl meine Grabgestecke als auch meine Adventskränze selbst an. Rund um Allerheiligen haben die Grabgestecke allerdings ein festes Zeitfenster, weil sie zu einem bestimmten Termin auf den Gräbern liegen sollen. Deshalb kann es vorkommen, dass ich in dieser Zeit einen Adventskranz-Auftrag etwas nach hinten schiebe, damit ein Grabgesteck noch rechtzeitig fertig wird. Sollte sich dadurch eine Bestellung verzögern, informiere ich natürlich zeitnah.
Mein Ziel ist immer, dass sowohl die Grabgestecke rechtzeitig zu Allerheiligen als auch die Adventskränze rechtzeitig zum ersten Advent bei ihren Besitzerinnen ankommen. Genau deshalb erleichtert eine frühzeitige Bestellung die Planung für alle Beteiligten ganz enorm.
Wann stellt man einen Adventskranz auf?
Für mich muss ein Adventskranz nicht erst am Morgen des ersten Adventssonntags aus dem Schrank geholt werden. Wer sein Haus oder seine Wohnung bereits ein oder zwei Wochen vorher weihnachtlich dekoriert, kann selbstverständlich auch den Adventskranz schon aufstellen. Ich finde das sogar wunderschön. Die erste Kerze gehört traditionell natürlich zum ersten Advent. Aber der Kranz selbst darf ruhig schon vorher Teil der Weihnachtsdekoration sein und ein bisschen Vorfreude ins Haus bringen. Gerade die Vorweihnachtszeit ist für mich ohnehin fast die schönste Zeit des Jahres.
Warum ein künstlicher Adventskranz ruhig früh gekauft werden darf
Bei einem Kranz aus frischer Tanne muss man natürlich darüber nachdenken, wie lange das Grün schön bleibt. Bei meinen Adventskränzen aus hochwertigem künstlichem Grün stellt sich dieses Problem nicht. Mein eigener Adventskranz kommt inzwischen zum fünften Mal wieder zum Einsatz. Das Grün ist noch immer formstabil, satt in der Farbe und sieht jedes Jahr wieder schön aus. Mein Kranz steht allerdings auch im Innenraum und bekommt nicht dauerhaft direkte Sonneneinstrahlung ab. Ich gehe davon aus, dass ich noch viele weitere Adventszeiten Freude daran haben werde.
Für mich ist genau das einer der größten Vorteile eines hochwertigen künstlichen Adventskranzes: Ich muss nicht jedes Jahr bei null anfangen. Wer sich grundsätzlich dafür interessiert, warum hochwertiges künstliches Material seinen Preis haben kann, findet dazu auch meinen Beitrag Warum hochwertige Kunstblumen nicht billig sein können.
Einen Adventskranz jedes Jahr etwas anders dekorieren
Nur weil ein Adventskranz mehrere Jahre genutzt wird, muss er nicht jedes Weihnachten identisch aussehen. Das ist für mich einer der schönsten Vorteile. Wenn ihr beispielsweise wisst, dass euch Weiß und Grau als Grundfarben gefallen, könnt ihr einen hochwertigen Kranz in dieser Farbrichtung wählen und ihn anschließend jedes Jahr leicht verändern. Einmal kommen vielleicht andere Kerzen darauf, im nächsten Jahr legt ihr ein paar Kugeln in einer neuen Farbe hinein. Eine Schleife, etwas Feenhaar, ein kleines Engelchen oder eine andere lose Dekoration kann das Gesamtbild ebenfalls erstaunlich stark verändern.
Ich würde solche zusätzlichen Elemente allerdings möglichst nicht dauerhaft festkleben. Lieber vorsichtig hineinlegen oder mit wenig Draht so befestigen, dass sie später wieder entfernt werden können. Dann bleibt der Grundkranz erhalten und ihr könnt trotzdem jedes Jahr ein wenig kreativ werden.
Welche Adventskränze werden bei mir besonders häufig gekauft?
Interessanterweise werden bei mir längliche Adventsgestecke beziehungsweise Kränze besonders häufig bestellt. Sehr beliebt ist beispielsweise mein längliches Brett mit ungefähr 60 Zentimetern Länge und 20 Zentimetern Breite. Ich vermute, dass das auch daran liegt, dass viele Couchtische und Esstische rechteckig sind. Ein längliches Arrangement fügt sich dort häufig besonders schön ein und nimmt nicht unnötig viel Platz in der Tiefe ein.
Natürlich arbeite ich auch runde Formen, aber längliche Werkstücke sind bei meinen Kundinnen tatsächlich sehr gefragt. Und ein Trend hält sich bei mir hartnäckig: die Wichtel. Auch die ersten Adventskränze dieser Saison wurden wieder mit Wichteln bestellt. Besonders beliebt sind Grau- und Mauvetöne, aber natürlich wird auch klassisches Rot immer wieder gewählt. Insgesamt merke ich bei meinen Kundinnen allerdings eine deutliche Vorliebe für moderne, liebevoll verspielte Weihnachtsgestaltung. Wer sich gern inspirieren lassen möchte, kann auch in meinem bestehenden Beitrag Adventskranz Trends 2025 stöbern. Viele Stilrichtungen verschwinden schließlich nicht nach einer Saison, sondern entwickeln sich weiter.
Jeder meiner Adventskränze entsteht einzeln
Meine Adventskränze fertige ich nach dem Bestelleingang an. Dadurch kann ich auf viele kleine Wünsche eingehen. Wenn eine bestimmte Dekoration nicht gefällt, kann ich sie häufig austauschen. Auch Farben oder Größen lassen sich bei vielen Modellen verändern.
Was ich meinen Kundinnen dabei gern sage: Ihr dürft euch auch ein bisschen überraschen lassen. Wenn ich beispielsweise eine Schneeflocke anstelle eines Sterns einsetzen soll, suche ich etwas aus, das nach meinem floristischen Empfinden zum Gesamtbild passt. Dadurch bleibt jedes Werkstück ein kleines Unikat.
Echte Kerzen oder LED-Kerzen?
Bei meinen Adventskränzen verwende ich Sicherheitskerzen beziehungsweise selbstverlöschende Kerzen in Kombination mit dafür vorgesehenen Kerzenhaltern. Meine Kerzenteller sind so aufgebaut, dass die Halterung seitlich in die Kerze greift und der mittige Sicherheitsbereich der Kerze nicht unnötig verändert werden muss.
Trotzdem gilt auch bei einer sogenannten Sicherheitskerze selbstverständlich: Ein Adventskranz mit brennenden Kerzen darf niemals unbeaufsichtigt bleiben. Der Begriff Sicherheitskerze bedeutet nicht, dass von einer brennenden Kerze keinerlei Brandgefahr mehr ausgeht.
Wer lieber LED-Kerzen verwenden möchte, kann das ebenfalls tun. Bei manchen meiner Kränze lässt sich der vorhandene Kerzenteller vorsichtig entfernen, sodass die LED-Kerze an dieser Stelle platziert werden kann. Wer dauerhaft LED-Kerzen nutzen möchte, kann je nach Kerzenhalter auch die vorhandenen Dornen fachgerecht entfernen und den Teller anschließend als ebene Stellfläche verwenden. Wichtig ist immer, dass die LED-Kerze sicher und gerade steht.
Den Tisch unter dem Adventskranz schützen
Bei vielen meiner länglichen Adventsgestecke auf festen Unterlagen ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Wenn ihr allerdings einen sehr empfindlichen Tisch habt, würde ich vorsichtshalber Filz unterlegen. Das schützt die Oberfläche vor möglichen Kratzern.
Bei runden, etwas stacheligeren Kränzen finde ich einen Teller oder eine passende Unterlage besonders praktisch. Der Kranz lässt sich dadurch leichter anheben und auf dem Tisch versetzen, ohne ständig direkt an der Unterseite anfassen zu müssen. Auch hier gilt für mich: Ein kleiner Schutz unter der Dekoration ist einfacher, als sich später über einen Kratzer im Tisch zu ärgern.
Warum sich ein hochwertiger Adventskranz langfristig rechnen kann
Ein handgefertigter künstlicher Adventskranz ist natürlich zunächst teurer als ein einfacher Kranz, der nur für eine Saison gedacht ist. Aber ich finde, man sollte dabei etwas langfristiger rechnen. Wenn beispielsweise ein hochwertiger Adventskranz 120 Euro kostet und vier Weihnachtszeiten genutzt wird, entspricht das rechnerisch 30 Euro pro Saison. Ein günstiger Kranz für 30 Euro, der dagegen jedes Jahr ersetzt wird, kostet nach vier Jahren ebenfalls 120 Euro.
Der Unterschied ist: Der hochwertige Kranz kann danach möglicherweise noch viele weitere Jahre genutzt werden. Dazu kommt für mich auch der Nachhaltigkeitsgedanke. Ein Gegenstand, der viele Jahre verwendet und jedes Jahr vielleicht ein bisschen neu gestaltet wird, gefällt mir persönlich besser als etwas, das nach einer einzigen Saison ersetzt wird.
So bewahre ich meinen Adventskranz nach Weihnachten auf
Nach Weihnachten sollte der Kranz nicht einfach irgendwo in eine Ecke gestellt werden. Ich entferne zunächst vorsichtig Staub und kontrolliere, ob alles noch richtig sitzt. Danach kommt mein eigener Adventskranz in eine verschließbare Kunststoffbox. Diesen Tipp habe ich tatsächlich einmal von einer Kundin bekommen und fand ihn richtig gut.
Eine stabile Box schützt besser vor Staub, Feuchtigkeit und versehentlichem Zerdrücken als ein offener Karton. Wichtig ist natürlich, dass der Kranz trocken eingelagert wird. Ein trockener Dachboden oder ein trockener Keller können dafür gut geeignet sein. Und dann darf er bis zur nächsten Adventszeit einfach schlafen.
Warum ich den Adventskranz so liebe
Natürlich ist ein Adventskranz für mich ein floristisches Werkstück, aber er ist eben auch viel mehr. Gerade für Kinder macht er die Zeit bis Weihnachten sichtbar. Jeden Sonntag kommt ein weiteres Licht dazu und plötzlich kann man richtig spüren, wie Weihnachten näher rückt.
Auch die Form des klassischen Kranzes trägt eine schöne Symbolik. Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende und kann damit für Ewigkeit und Beständigkeit stehen. Dazu kommt das Licht der Kerzen. Gerade in der dunklen Jahreszeit schenkt es Wärme, Geborgenheit und ein ganz besonderes Gefühl von Zuhause.
Vielleicht ist es genau deshalb für mich so viel mehr als Weihnachtsdekoration. Ein Adventskranz ist ein kleines Ritual. Man sitzt zusammen, zündet die Kerze an und für einen Moment wird es ruhiger.
Ich nenne solche Dinge gern mein Blumenseelenfutter. Denn genau das macht die Vorweihnachtszeit für mich so besonders: nicht die Geschenke und nicht der Trubel, sondern diese kleinen Momente mit Kerzenlicht, Wärme, Vorfreude und Menschen, die einem wichtig sind.
Und vielleicht ist genau deshalb die Zeit vor Weihnachten manchmal sogar schöner als Weihnachten selbst.